Baumhain für Urnenbestattungen auf dem Friedhof Schortens
vom 19.08.2025
Auf dem Friedhof in Schortens wurde eine Baumhain-Anlage geschaffen, die Angehörigen eine naturnahe Form der Beisetzung ermöglicht. Rund um die frisch gepflanzten Jungbäume wurden Urnenbaumwahlgräber angelegt, die individuell ausgewählt und bei Bedarf verlängert werden können. Die Pflege der Baumgräber übernimmt die Friedhofsverwaltung, damit bieten Baumgräber eine würdevolle und zugleich entlastende Alternative zu klassischen Pflegegräbern.
Um die Wurzeln der Bäume zu schützen, erfolgt die Beisetzung in speziellen Erdröhren, die nach der Bestattung wieder mit Erde verfüllt werden. So kann die Urne auf natürliche Weise vergehen und der Baum ungestört weiterwachsen. Freie Grabstellen sind dezent durch kleine Steinplatten gekennzeichnet, welche nach der Beisetzung entfernt werden.
Im Zentrum der Anlage befindet sich ein kreisförmiger Platz mit Sitzmöglichkeiten. Bänke um einen jungen Baum laden zum Verweilen, Erinnern und Innehalten ein. Direkt am Weg befinden sich zwei Steinstelen, an denen auf Bronzetafeln die Namen sowie Geburts- und Sterbedaten der Verstorbenen angebracht werden.
Die neue Baumgrabanlage liegt rechts neben der Kapelle (von der Plaggestraße aus betrachtet), direkt beim Betriebsgebäude mit den Sanitäranlagen – also gut erreichbar und eingebettet in eine ruhige Umgebung.
Baumgräber – eine naturnahe Bestattungsform
Baumgräber sind eine besonders naturnahe und schlichte Form der letzten Ruhestätte. Sie verbinden die Würde der Bestattung mit dem Gedanken des Lebenskreislaufs in der Natur. Viele Menschen empfinden diese Form als tröstlich, da das Andenken an die Verstorbenen eng mit dem Wachstum und der Beständigkeit der Bäume verknüpft ist.
Die neue Baumhain-Anlage in Schortens ergänzt somit das bestehende Angebot an Gräbern um eine moderne, naturnahe Alternative, die bereits von vielen Menschen gewünscht und nachgefragt wird.
Weitere Informationen zu den Urnenbaumwahlgräbern finden Sie auf folgende Themenseite: www.bestattungsinstitut-janssen.de/feuerbestattung
Für Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an uns.
gez. André Janßen
Neue Bestattungsart: Tree of Life
– der Baum des Lebens
vom 08.05.2025
Wir freuen uns Ihnen eine besondere und einzigartige Bestattungsform vorzustellen, die ab sofort in unserem Bestattungsinstitut angeboten wird: Tree of Life – der Baum des Lebens. Diese Bestattungsart symbolisiert den Kreislauf des Lebens auf eindrucksvolle Weise. Aus der Kremierungsasche eines geliebten Menschen entsteht durch die sorgfältige Arbeit spezialisierter Vertragsbaumschulen ein junger Baum, welcher später an die Angehörigen übergeben werden kann.
Als exklusiver Partnerbetrieb für den Landkreis Friesland kümmern wir uns um die gesamte Abwicklung.
Detaillierte Informationen finden Sie auf folgender Themenseite: www.bestattungsinstitut-janssen.de/tree-of-life
Wir beraten Sie gerne persönlich.
gez. André Janßen

Traditionen im Wandel
vom 15.12.2020
Wir als Bestatter beschäftigen uns täglich mit Traditionen und Riten. Es ist schon erstaunlich, wenn man überlegt, dass Bestattungen seit mindestens 90.000 Jahren durchgeführt werden. Mit dieser langen Zeitspanne geht auch eine Evolution der Bestattungskultur einher, welche uns stets fordert die Anforderungen rundum die Bestattungen weiterzuentwickeln und trotzdem weiterhin der Tradition gerecht zu werden. Es stellt sich nunmehr die Frage, ob Fortschritt und Tradition widersprüchlich zueinanderstehen? Auf diese Frage einfach mit ja oder nein zu antworten, würde dieser nicht gerecht werden, denn sie führt zu einer Diskussion, die es wert ist, sie zu führen.
Wir sind der Meinung, dass es gut ist, dass sich der Akt der Bestattung von einem Ritual mit festen Abläufen löst und mehr der Aspekt der Individualisierung in den Vordergrund rückt, da es schließlich um ein individuelles Menschenleben geht – um eine Person von über sieben Milliarden – und was zeichnet uns mehr in dieser Welt aus als unsere individuellen Entscheidungen, unsere Familie, unsere Herkunft und auch unsere Schicksalsschläge im Laufe des Lebens. Es ist diese Kombination, die uns auf dieser Welt zu etwas Einzigartigem macht und was, unserer Ansicht nach, nach dem Tod nicht verloren gehen darf.
Legt man nun sein Augenmerk auf diese individuellen Aspekte ergeben sich ständig neue und spannende Möglichkeiten, um die Eigenschaften eines Menschen auch nach seinem Tod mit in den Prozess der Trauer und der Verabschiedung zu integrieren und um einen ganz kleinen Teil von dem, was diesen einen Menschen ausmachte, während der Trauerfeier aufleben zu lassen. War die Person zum Beispiel sehr mit dem Meer verbunden, kann die Trauerfeier komplett im maritimen Stil mit Netzen, Muscheln, Treibholz, Tauen und natürlich mit persönlichen Gegenständen wie Bildern und anderen kleinen Andenken gestaltet werden. Oder war derjenige sehr naturverbunden so kann alles mit natürlichen Materialien wie Rindenmulch und Holzstämmen dekoriert werden. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unerschöpflich und wir versuchen stets die individuellen Wünsche im Rahmen der realisierbaren Möglichkeiten auf den Friedhöfen umzusetzen.
All dieses muss auch keinesfalls im Gegensatz zu alten Traditionen stehen, denn wo damals noch ein Hofmusiker die Trauerfeier mit traditionellen Klängen musikalisch untermalte, erklingt heute vielleicht die Titelmelodie von einem Hollywoodstreifen, den der Verstorbene gerne gesehen hat oder ein Rock Song seiner Lieblingsband, … . Dieser Wandel zeigt sich auch in den Trauerreden dadurch, dass einheitliche Reden der Vergangenheit angehören und sich die Trauerredner, Pastoren und Pfarrer in ihren Reden immer mehr Zeit für das Leben des Verstorbenen einräumen, um so einen kleinen Teil von diesem beleuchten zu können. Hierbei ist es für uns immer wieder erfreulich zu erfahren, dass bei all der Trauer auch immer wieder schöne und auch belustigende Momente aus dem Leben erzählt werden, welche für einen Moment die Last der Trauer überwinden und auch mal das ein oder andere Schmunzeln oder Lachen bei der Trauergemeinde auslösen können.
Gerade das schwindende Jahr 2020 stellt uns hier vor große Herausforderungen, indem es die Angehörigen in sehr schwierige Situationen brachte. Diese Situationen ergeben sich aufgrund der vielen und sich ständig ändernden Beschränkungen und Maßnahmen bezüglich der COVID-19, welche natürlich stark in den individuellen Prozess der Trauer eingreifen. Durch diese Maßnahmen sind wir gezwungen einen Kompromiss zwischen einer würdevollen und persönlichen Verabschiedung sowie der Risikominimierung zu finden. Ein kleiner Trost ist hier vor allem, dass die Trauerfeiern mittlerweile wieder innerhalb der Trauerhallen stattfinden dürfen, jedoch nur im kleinen Kreis. Ein weiteres Problem, welches sich aus der aktuellen Situation ergibt, ist, dass die Anreise zur Trauerfeier vor allem aus dem Ausland teilweise sehr erschwert oder gar nicht möglich ist. Die Tatsache sich nicht von einem geliebten Menschen persönlich verabschieden zu können und diesen auch nicht bei seinem letzten Gang zum Grab begleiten zu können, ist für die auswärtigen Angehörigen einer der schlimmstmöglichen Umstände – gerade auch im Hinblick auf die Bewältigung des persönlichen Prozesses der Trauer.Wir wollten diesen Umstand nicht hinnehmen und haben nach einer Lösung gesucht, welche wir den Angehörigen in so einem Fall anbieten können, damit diese, wenn auch nur virtuell, an der Trauerfeier teilnehmen können. Wir haben uns daher, dass notwendige Knowhow und Equipment angeeignet, um eine Trauerfeier in einer für uns sehr zufriedenstellenden Qualität aufzeichnen und auch den Ton (Mikrofon des Predigers und eingespielte Musik) direkt abmischen zu können. Selbst eine Liveübertragung der Trauerfeier wäre aus technischer Sicht problemlos möglich, scheitert aber leider in der Praxis an dem LTE-Empfang auf den Friedhöfen. Um das Problem des schlechten LTE-Empfangs bei einer Liveübertragung zu umgehen, können wir aufgrund des Video- und Tonmaterials einen Film der Trauerfeier und wenn gewünscht auch einen mit der eigentlichen Beisetzung an der Grabstelle erstellen. Der Vorteil des Films gegenüber einer Liveübertragung ist, dass man im Bild- und Tonschnittprogramm die Möglichkeit hat, um zum Beispiel ein Bild des Verstorbenen oder die Traueranzeige vorweg einzublenden, einen kurzen Film der Dekoration der Trauerfeier mit einzuspielen oder auch eine Diashow mit den von uns erstellten Bildern von der Trauerfeier zu zeigen.
Auch wenn dies aus technischer Sicht aufwendig ist, haben wir uns entschieden dies trotzdem anzubieten, weil wir finden, dass wir Bestatter aktuell mehr denn je in der Pflicht sind für die Angehörigen einen persönlichen und würdevollen Abschied zu ermöglichen und es uns auch eine Herzensangelegenheit ist die Hinterbliebenen bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen – auch grade in der aktuellen, schweren Zeit, welche von uns allen viel Geduld und Verständnis erfordert.
Im Namen des gesamten Teams wünsche ich Ihnen und ihren Lieben an dieser Stelle schon einmal eine angenehme Weihnachtszeit und alles erdenklich Gute für das neue Jahr.
gez. André Janßen
